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Wie entsteht Krebs und wie beuge ich am besten vor?
Dozent/-in
Prof. Dr. med. David Fäh
Präventivmediziner, Gesundheitswissenschaftler und Dozent an verschiedenen Hochschulen in der Schweiz
Zielpublikum
Fachpersonen und Interessierte. Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Ziele
Die Teilnehmenden
- erklären in Grundzügen, wie aus einer gesunden Zelle über mehrere Entwicklungsschritte eine Krebszelle und schliesslich ein invasiver oder metastasierender Tumor entstehen kann
- beschreiben Häufigkeit und Verteilung wichtiger Krebsarten in der Schweiz und unterscheiden nicht beeinflussbare von beeinflussbaren Risiken
- interpretieren Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs kritisch und unterscheiden Assoziation, mögliche Kausalität sowie relative und absolute Risiken
- erklären, welche Krebsarten mit Adipositas in Zusammenhang stehen und welche Rolle Körperfett, chronische Entzündung, Insulinwirkung und Hormone dabei spielen können
- beschreiben den dosisabhängigen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und verschiedenen Krebsarten und beurteilen die Bedeutung von Getränkeart und Trinkmuster
- beurteilen die Evidenz zu Ernährungsmustern sowie zu Vollkornprodukten, Nahrungsfasern, Hülsenfrüchten, Gemüse und Früchten, rotem und verarbeitetem Fleisch und Milchprodukten
- ordnen energiedichte und stark verarbeitete Lebensmittel, gesüsste Getränke, Zucker sowie unterschiedliche Zubereitungs- und Konservierungsverfahren hinsichtlich des Krebsrisikos ein
- erkennen verbreitete Fehlannahmen rund um «krebsfördernde» oder «krebsschützende» Einzelprodukte, «Superfoods», Antioxidanzien und spezielle Krebsdiäten
- erläutern, weshalb Nahrungsergänzungsmittel nicht generell zur Krebsprävention empfohlen werden und einzelne hoch dosierte Präparate das Risiko sogar erhöhen können
- leiten aus der Evidenz konkrete, realistische und priorisierte Ernährungsmassnahmen zur Krebsprävention ab, ohne daraus eine Garantie oder individuelle Schuldzuweisung abzuleiten
Themen
- Krebsentstehung und Epidemiologie: von der gesunden Zelle über Krebsvorstufen zum invasiven Tumor; Häufigkeit wichtiger Krebsarten in der Schweiz
- Evidenz richtig interpretieren: Beobachtungs- und Interventionsstudien, Assoziation und Kausalität, absolutes und relativesRisiko sowie Einfluss von Veranlagung, Alter und Zufall
- Adipositas, Körperzusammensetzung und Bewegung: betroffene Krebsarten sowie mögliche Rollen von Entzündung, Insulin, Wachstumsfaktoren und Sexualhormonen
- Alkohol und Krebs: Dosis-Wirkungs-Beziehungen, betroffene Organe, Ethanol und Acetaldehyd sowie Bedeutung von Getränkeart und Konsummuster
- Schützende Ernährungsmuster und Lebensmittel: Vollkornprodukte, Nahrungsfasern, Hülsenfrüchte, Gemüse und Früchte sowie Einordnungpflanzenbetonter und mediterraner Ernährungsweisen
- Potentiell ungünstige Faktoren: rotes und verarbeitetes Fleisch, energiedichte und stark verarbeitete Lebensmittel, gesüsste Getränke, Zucker, Salz sowie Zubereitungs- und Konservierungsverfahren
- Mythen und Kontroversen: «Zucker füttert Krebs», spezielleKrebsdiäten, Fasten und ketogene Ernährung, «Superfoods», Kaffee, Milchprodukteund einzelne isolierte Nährstoffe
- Supplemente und praktische Prävention: Nutzen und Risiken von Vitaminen und Antioxidanzien, Empfehlungen des World Cancer Research Fund sowiekonkrete Prioritäten für Einkauf, Küche und Alltag
Hinweise
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- ASCA anerkannt
- EMR Die Weiterbildung ist konform mit dem EMR-Reglement
- SDV 2 Pkt.
- SVDE 2 Pkt.
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