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Kritischer Mikronährstoff Eisen | Mangelerscheinungen vermeiden, Zufuhr optimieren. Was gilt es zu beachten?
Dozent/-in
Prof. Dr. med. David Fäh
Präventivmediziner, Gesundheitswissenschaftler und Dozent an verschiedenen Hochschulen in der Schweiz
Zielpublikum
Fachpersonen und Interessierte. Keine Vorkenntnisse erforderlich.
Ziele
Die Teilnehmenden
- unterscheiden Häm- und Nicht-Häm-Eisen sowie zwei- und dreiwertiges Eisen und ordnen deren Bedeutung für Ernährung und Supplementierung ein
- beschreiben die zentralen Funktionen von Eisen für Sauerstofftransport, Energiestoffwechsel, Wachstum und Entwicklung, Nervensystem und Immunfunktion
- erklären, wie Eisen aufgenommen, transportiert, gespeichert und aus Erythrozyten recycelt wird und weshalb der Körper Eisen kaum aktiv ausscheiden kann
- erläutern die Eisenhomöostase und wie Hepcidin und Ferroportin den zellulären Eisenexport bei Mangel und Entzündung steuern
- ordnen Ferritin, Hämoglobin, Transferrinsättigung und CRP ein und benennen Grenzen einzelner Laborwerte
- benennen Lebensphasen, Ernährungsweisen, Erkrankungen und Verluste, die das Risiko für Eisenmangel oder Eisenmangelanämie erhöhen
- unterscheiden Stadien, Ursachen und mögliche Symptome des Eisenmangels und grenzen Eisenmangelanämie von anderen Anämieursachen ab
- bewerten orale Präparate, Einnahmeintervalle und intravenöse Eisengabe bezüglich Wirksamkeit, Verträglichkeit und Risiken
Themen
- Physiologie: Aufnahme, Transport, Speicherung, Recycling und unvermeidbare Eisenverluste
- Funktionen: Sauerstofftransport, Energiestoffwechsel sowie Enzym-, Nerven- und Immunfunktion
- Eisenhomöostase: Fe2+ / Fe3+, Transferrin, Ferritin, Ferroportin, Hepcidin und reaktive Sauerstoffspezies (ROS)
- Bedarf und Referenzwerte: Resorption, Lebensphase, Geschlecht, Menstruation und tolerierbare Höchstmenge
- Nahrungsquellen: Häm- und Nicht-Häm-Eisen, Schweizer Menüs, Bioverfügbarkeit sowie Förderer und Hemmer der Aufnahme
- Diagnostik: Ferritin, Hämoglobin, Transferrinsättigung und CRP; Stadien des Eisenmangels und Abklärung einer Anämie
- Epidemiologie: Eisenzufuhr sowie Häufigkeit von Eisenmangel und Anämie in der Schweiz und international
- Ursachen und Risikogruppen: Entzündung, Blutverluste,Schwangerschaft, pflanzliche Ernährung, Alter, Adipositas, Magenverkleinerungund Sport
- Folgen und Symptome: Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Kognition, Immunfunktion sowie Wachstums- und Entwicklungsstörungen
- Supplementierung: orale Formen und Einnahmeintervalle, Nebenwirkungen, orale vs. intravenöse Gabe bei Herzinsuffizienz und Eisenüberladung
Hinweise
Akkreditiert bei:
- ASCA anerkannt
- EMR Die Weiterbildung ist konform mit dem EMR-Reglement
- SDV 2 Pkt.
- SVDE 2 Pkt.
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